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Mit dem roten Blitz von Palma nach Sóller

Endlich, endlich, endlich ist mein großer Wunsch in Erfüllung gegangen und wir fahren mit der Eisenbahn von Palma nach Sóller. Irgendwie kam immer was dazwischen. Über Weihnachten ist die kleine Bahn nicht in Betrieb und im Sommer war uns dieser Ausflug irgendwie immer zu anstrengend. Doch jetzt im April ist der perfekte Zeitpunkt.

Das denken sich wohl viele Leute. Denn als wir am kleinen, niedlichen Bahnhof in Palma ankommen, müssen wir uns ganz hinten an die lange Schlange anstellen. Die Anzeige über dem Ticketschalter zeigt an, wieviele Plätze noch frei sind. Noch 11, 9, 7 …. Der Zug fährt in 5 Minuten ab. Den Zug um 10.50 Uhr bekommen wir aber noch ganz knapp. (Unser Tipp: Tickets bereits vorher kaufen. Sie sind dann nur für die bestimmte Abfahrt gültig. Aber dafür muss man nicht anstehen. Wenn ihr also vorher wisst, wann ihr losfahren wollt, besorgt euch die Tickets vorab. Mit Karte kann man übrigens am Schalter auch nicht zahlen. Hier findet ihr die Abfahrtszeiten.) Mit den Tickets in der Hand eilen wir zum Zug. Und tatsächlich sind wir die letzten, die den kleinen Waggon besteigen. Kurze Zeit später tuckelt die Bahn auch schon los.

Wir stellen uns direkt auf den kleinen Balkon am Waggon und schauen uns die Stadt mal aus einer ganz anderen Perspektive an.

Langsam fährt die Bahn in Richtung Norden. Die Stadt weicht irgendwann Feldern und wir fahren ganz langsam in die Berge. Die Waggons sind super schön und aus lackiertem Holz gefertigt. Drinnen sitzt man auf bequemen Ledersitzen, die man sogar in beide Richtungen anpassen kann. So kann man sich in einer 4er-Gruppe theoretisch auch gegenüber sitzen. Alle Fenster lassen sich nach oben schieben, so dass man sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen kann.

Die Bahn hält übrigens zwischendurch noch einmal in Bunyola. Auch hier steigen Passagiere zu. In der Nähe der Gärten von Alfabia bleibt die Bahn dann erneut stehen. Nun haben wir kurz die Möglichkeit, aus dem Abteil heraus, Fotos zu machen. Denn wenig später geht es durch 13 Tunnel. Und die ziehen sich teilweise. Doch irgendwann lassen wir die Tunnel hinter uns und die Bahn hält mitten im Tramuntana-Gebirge an. Alle Passagiere dürfen aussteigen, um von einer Plattform aus das Panorama zu genießen und zu fotografieren. Wunderschön! Dann geht es weiter mit der niedlichen Eisenbahn.

Schnell merke ich, dass es nicht mehr weit bis Sóller ist, denn überall sehe ich Orangenbäume.

Immer mehr Häuser sind zu sehen und die Bahn schlengelt sich langsam den Berg hinab ins Dorf. Dort hält der Tren dann am pittoresken Bahnhof. Die Bahnfahrt ist zu Ende. Wer möchte, steigt in die “Straßenbahn” um und fährt weiter bis nach Puerto de Sóller. Das haben wir heute aber nicht vor. Wir möchten noch ein wenig durch die Stadt schlendern, bevor wir die Rückfahrt um 14 Uhr antreten.

In Palma angekommen sind wir alle glücklich, aber auch etwas müde von dem Ausflug. Vom Schunkeln der Waggons ist mir auch tatsächlich etwas übel geworden. Menschen mit Reiseübelkeit, sollten daher auf jeden Fall vorsorgen und entsprechende Medikamente dabei haben.

Alles in Allem kann ich diesen Ausflug empfehlen, wobei ich gehofft hatte, dass man mehr von den Bergen und von den Dörfern sieht und dass sich die Bahn mehr am Berg entlang schlängelt. Gefühlt fährt man die Hälfte der Zeit aus Palma heraus und durch viele Tunnel.

Eusebio Estada, 1.
07004 Palma de Mallorca
Tel.:  971 75 20 51  
und 971 75 20 28
http://trendesoller.com/de/

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