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Ruhige Auszeit: Eine Übernachtung im Kloster Lluc

Wir hatten es schon sehr lange vor und in diesem Jahr haben wir es endlich geschafft: im Kloster Lluc zu übernachten. Und so viel können wir euch schon einmal verraten: eine Übernachtung im Kloster Lluc ist mehr als nur ein Aufenthalt in einem historischen Gebäude. Es ist eine Einladung, die spirituelle und natürliche Schönheit Mallorcas zu erleben und die Stille dieses Ortes auf sich wirken zu lassen. Denn sobald wir abends durch die langen, kühlen Flure gegangen sind und die letzten Tagesgäste langsam verschwunden waren, hat sich Lluc plötzlich verändert. Still. Sanft. So, als würde Mallorca hier oben einmal tief ausatmen.

Ankommen im Kloster: Erst ungewohnt – dann wohlig

Ganz ehrlich: Als wir ankamen, waren wir kurz unsicher, wie „klösterlich“ das Ganze wohl wird. Streng? Zu ruhig? Zu schlicht?
Aber genau diese Schlichtheit ist es, die uns später so gut getan hat.

Der Check-in war unkompliziert, wir bekamen unseren Schlüssel – und schon nach wenigen Minuten hatten wir dieses Gefühl: Okay, jetzt sind wir wirklich hier. Ohne Plan. Ohne Programm. Ohne To-do-Liste.

Unsere Zimmer waren einfach, aber gemütlich. Kein Luxus im klassischen Sinne – eher diese Art von Komfort, die nicht ablenkt. Saubere Linien, dickere Wände, ruhige Farben. Und vor allem: diese besondere Stille, die man nicht „macht“, sondern die ein Ort einfach hat.

Lluc am Abend: Wenn die Busse weg sind, beginnt der Zauber

Tagsüber ist Lluc ein bekannter Ausflugsort – und je nach Saison kann es rundherum auch lebhafter werden. Aber am Abend passiert etwas Magisches: Die Geräusche werden weniger, Schritte hallen leiser, und die Berge rundherum wirken plötzlich näher.

Wir sind noch einmal rausgegangen – ohne Ziel, einfach ein paar Minuten über den Platz, einmal ums Gebäude, einmal tief die kühle Bergluft einatmen.

Abendessen & kleine Rituale: Weniger Auswahl, mehr Ruhe

Wir haben den Abend bewusst ruhig gehalten. Stattdessen: ein einfaches Abendessen, vielleicht ein Glas Wein, und dann dieses Gefühl, dass man heute wirklich mal früh im Bett landen darf – ohne schlechtes Gewissen.

Wer mag, kann sich hier oben eigene kleine Rituale bauen:

  • eine Runde über den Klosterplatz, wenn es dunkel wird
  • ein paar Seiten lesen (und merken, dass man plötzlich wirklich liest)
  • ein kurzer Blick in den Himmel – weil Sterne in den Bergen einfach anders wirken

Und ja: Wir haben wirklich gut geschlafen. Diese Mischung aus Höhenluft, Ruhe und „keine 100 Eindrücke“ hat uns komplett runtergeholt.

Der Morgen in Lluc: Mallorca, bevor es laut wird

Am nächsten Morgen sind wir früh aufgewacht – nicht, weil es laut war, sondern weil es so still war. Und weil morgens in Lluc ein ganz eigenes Licht liegt: klar, frisch, fast ein bisschen feierlich.

Wir sind direkt raus, noch bevor der Tag richtig begonnen hat. Der Platz war fast leer. Ein paar Schritte, ein paar Atemzüge, und dieses Gefühl, als hätte man Mallorca für einen Moment ganz für sich.

Wenn ihr euch nur eine Sache „gönnen“ wollt: Geht morgens einmal ganz bewusst langsam. Nicht schnell zum Frühstück, nicht schnell zur nächsten Sehenswürdigkeit. Einfach langsam.

Natur rund um Lluc: Perfekt für eine kleine Wanderung

Das Schöne an einer Übernachtung ist, dass wir nicht „ankommen und gleich wieder weg“ müssen. Wir haben uns Zeit genommen – und die lohnt sich hier oben besonders, weil Lluc ein perfekter Ausgangspunkt ist, um direkt in die Natur einzutauchen.

Ohne jetzt in „Wanderführer-Modus“ zu kippen: Rund um Lluc gibt es Wege in alle Richtungen – von kleinen, einfachen Runden bis zu anspruchsvolleren Touren. Und selbst wenn wir nur eine halbe Stunde laufen, fühlen wir uns danach wie einmal durchgelüftet.

Warum wir es wieder machen würden

Wir sind am nächsten Tag mit einem ganz anderen Gefühl abgefahren als wir angekommen sind. Nicht, weil plötzlich alles gelöst war – sondern weil wir gemerkt haben, wie selten wir uns erlauben, einfach nur still zu sein.

Eine Übernachtung in Lluc ist kein „Hotelwochenende“. Es ist eher wie ein kleines Reset.
Ein Ort, der uns nichts abverlangt – aber viel zurückgibt: Ruhe, Weite, klare Luft, und diese besondere Atmosphäre, die man schwer erklären kann, aber sofort spürt.

Praktische Tipps aus unserer Erfahrung

  • Warm einpacken: Abends und morgens kann es (auch außerhalb des Winters) deutlich kühler sein als an der Küste.
  • Früh aufstehen lohnt sich: Der Morgen ist der schönste Teil der Übernachtung.
  • Nicht zu voll planen: Lluc wirkt am besten, wenn wir uns Zeit lassen.
  • Aktuelle Infos checken: Öffnungszeiten/Angebote vor Ort können sich ändern – kurz vorher einmal nachschauen lohnt sich.

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