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Mini-Wanderung: Einmal zum Kloster Sant Salvador und zurück

Viele wissen es nicht, aber Mallorca ist ein wunderbarer Ort zum Wandern. Es gibt atemberaubende Wander-Routen am Meer entlang, durch Wiesen und Felder oder durch die Berge im Tramuntana-Gebirge. Aber auch kleinere Hügel oder Kloster sind ideale Orte, um einen längeren Spaziergang zu machen.

Wir haben uns im Winter das Kloster Sant Salvador als Ziel ausgesucht. Ich hatte sowieso Lust, mal wieder diesen magischen Aussichtspunkt zu besuchen und eine kleine Wanderung dorthin bietet sich auf jeden Fall an. Vor allem im Winter, wenn es auf Mallorca nicht so heiß ist und die Landschaft herrlich grün und ein Augenschmaus ist.

Auf dem Weg zum Kloster gibt es unten am Hügel einen Parkplatz. Dort ist unser Startpunkt. Die Wanderwege sind gut ausgezeichnet und man kann entweder auf diesen Pfaden laufen, die immer mal wieder die Asphaltstraße kreuzen. Oder einen direkten, steilen Weg am Hang nehmen. Diesen wählen wir. Wie immer bin ich zunächst gar nicht begeistert.

Warum nur, müssen wir den steilen, gefährlicheren Weg nehmen, wenn es doch eine Straße hinauf gibt?

Irgendwann wird es richtig unangenehm und ich finde mich auf purem Geröll wieder. Keine Pfade mehr, keine Wege. Nur noch Büsche, Bäume und Stolpersteine. Hunderte von Metern über dem Meeresboden. Ich muss mich etwas zusammen reißen, mich konzentrieren, um auf den Steinen nicht auszurutschen. Sind wir überhaupt noch richtig? Ich bin mir da nicht mehr so sicher. Wir klettern um einen Felsen herum, ich fühle mich wie eine Bergziege. Zwischendurch halte ich aber an, um die atemberaubende Aussicht zu genießen. Gerade jetzt im Winter, wo alles so grün ist, sieht es hier aus wie bei “Herr der Ringe”. Die Hügel sind wild bewachsen und man kann bis zum Meer schauen und erkennt die Gebirgszüge der Tramuntana. Wunderschön.

Wir wandern weiter. Da taucht aus dem Nichts das Steinkreuz über mir auf. Ab da wird die Wanderung kinderleicht. Es geht ein Stück den Fußweg entlang bergab und auf dem Pilgerweg bis zum Berggipfel. Das Ziel Sant Salvador liegt auf ca. 500 m Höhe und ist dann schnell erreicht. Zumindest schneller als gedacht in ca. 45 Minuten. Wir haben Glück und das Restaurant ist geöffnet. Hier trinken wir einen Kaffee. Genießen die Aussicht und laufen noch zur überdimensionalen Jesus-Statue, bevor wir den Pilgerweg hinab steigen.

Das Kloster auf dem Puig de Sant Salvador war übrigens sogar bis 1992 noch von Mönchen bewohnt. Nun wird die Anlage von zwei mallorquinischen Familien geleitet. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten oben auf dem Berg. Wer also mal Sonnenunter- und Aufgang nacheinander erleben möchte, ist hier herzlich willkommen.

Bergab geht es ziemlich schnell. Zum Teil laufen wir auf der asphaltierten Straße und dann den Pilgerweg entlang. Das ist ziemlich easy. Es gibt Stufen und gekennzeichnete Wege. Zwischendurch kommen wir an Steinstatuen vorbei, die unterschiedliche Bilder von Pilgern darstellen, die diesen Weg mit schweren Kreuzen auf der Schulter gegangen sind. Unvorstellbar.

Heute kann man diese Wanderung wunderbar nutzen, um die einzigartige Natur auf Mallorca zu erleben und am Ende die Aussicht über die Insel zu genießen.

  

 

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